Deutscher Gewerkschaftsbund

18.02.2021

Petition gegen Kündigungen bei Durstexpress/Flaschenpost

Gewerkschaft NGG

Die Oetker-Gruppe hat in den vergangenen Tagen hunderte Mitarbeiter ihres Getränkelieferdienstes Durstexpress entlassen. Dabei hatte Oetker Ende letzten Jahres den Konkurrenten Flaschenpost für 800 Millionen Euro übernommen. Die nun mitten in der Pandemie gekündigten Beschäftigten wurden teilweise aufgefordert, sich neu bei Flaschenpost zu bewerben; zu anscheinend schlechteren Bedingungen, die der Arbeitgeber aber bestreitet. Und auch die Kolleginnen und Kollegen, deren Standorte im Rahmen eines Betriebsüberganges zu Flaschenpost übergehen, sehen sich nun mit einer arbeitnehmerfeindlicheren Umgebung konfrontiert und fürchten um den Weiterbestand ihrer Beschäftigungskonditionen aus den Arbeitsverträgen von Durstexpress. Auch in Dresden gibt es Standorte von Durstexpress, die geschlossen werden oder zu Flaschenpost übergehen sollen.

Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft NGG zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen von Durstexpress und Flaschenpost in den vergangenen Wochen schon viel bewegt. Unter anderem haben sie in Leipzig und Berlin demonstriert, Gespräche auf Spitzenebene geführt und Kündigungsschutzklagen eingereicht. Damit der Druck auf Oetker aber weiterhin hoch bleibt und sie so zu Zugeständnissen bewegt werden kann, hat die NGG eine Petition gestartet. Diese richtet sich an die Oetker-Gruppe, Durstexpress und Flaschenpost und fordert zum einen dazu auf, dass die Beschäftigten von Durstexpress innerhalb eines Betriebsüberganges zu Flaschenpost übernommen oder ihnen zumindest faire Übernahmeangebote gemacht werden müssen. Zum anderen fordert sie, dass die Beschäftigten bei Flaschenpost, die sich organisieren um einen Betriebsrat zu gründen, nicht bekämpft werden.

Hier der Link zur Petition „ÜBERNAHME STATT KÜNDIGUNG BEI DURSTEXPRESS & SOZIALE STANDARDS UND BETRIEBSRÄTE BEI FLASCHENPOST“: www.openpetition.de/!dexfp

 


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