Deutscher Gewerkschaftsbund

24.11.2020

#Solidarität# Haribo muss im Osten bleiben! Standort in Wilkau-Haßlau erhalten

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit Bestürzung haben wir, die Mitglieder der Vorstände der DGB-Kreisverbände Meißen und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und des DGB-Stadtverbandes Dresden, aus der Presse erfahren, dass euer Werk zum 31.12.20 geschlossen werden soll. Wir fühlen mit Euch und Euren Familien. Im Kampf gegen die Schließungspläne stärken wir Euch solidarisch den Rücken.

Was bei Euch passiert, ist nicht nachvollziehbar. Über 50 Jahre Tradition in der Herstellung von Gummibärchen am Standort sollen mal einfach so in die Tonne getreten werden. Großes Potential und zahlreiche Kompetenzen würden für den Gesamtkonzern verloren gehen – aber das scheint auch nicht zu interessieren. Und dass an euren Schicksalen auch noch weitere, die eurer Familien, hängen, spielt auch keine Rolle. Das muss für Euch sehr enttäuschend sein und fordert geradezu dazu auf, die Schließungspläne nicht kampflos hinzunehmen.

Was leider auch erschreckend ist, ist der Umstand, dass das Verhalten von Haribo sich scheinbar in eine Reihe von Standortentscheidungen anderer Firmen einreiht, bei denen die östlichen Bundesländer zwar nicht ausschließlich, aber mit als Verlierer dastehen. Vor Jahren der Kampf um Siemens in Görlitz, aktuell MAN in Plauen, Mahle in Freiberg und jetzt noch Ihr. Das Unternehmen so wenig soziale Verantwortung zeigen, enttäuscht immer wieder sehr.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit der NGG habt ihr die richtige Gewerkschaft an Eurer Seite, um diesen Kampf zu führen. Die notwendige Öffentlichkeit ist schon mal hergestellt. Wir wünschen Euch, dass diese Unterstützung auch weiter anhält und von dem kommenden Samstag in Zwickau ein deutliches Zeichen für den Erhalt von Haribo in Wilkau-Haßlau ausgeht.

In diesem Sinne stehen wir auch weiterhin an Eurer Seite.

 

Mit solidarischen Grüßen

 

André Schnabel

Regionsgeschäftsführer

DGB-Regionsgeschäftsstelle Dresden-Oberes Elbtal

 

 


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