Deutscher Gewerkschaftsbund

15.11.2012
Dresden

Schulen im Warnstreik

GEW fordert Demografie Tarifvertrag

GEW

GEW Streik vorm Volkshaus Dresden am 14.11. 2012. Birkigt

Die GEW Sachsen ist zufrieden. Rund 3000 Lehrerinnen und Lehrer sind dem Aufruf zum Warnstreik in Dresden am 14. November 2012 gefolgt. Das sind für die Regionalstelle Dresden noch mehr als beim Warnstreik im September vor dem Sächsischen Landtag. Schon damals kündigten die LehrerInnen, Pädagogischen Unterrichtshilfen, ErzieherInnen sowie die LehrerInnen im Vorbereitungsdienst an, dass sie die Warnstreikaktionen fortsetzen, wenn sich nichts tut. Lediglich ein Gespräch außerhalb von Tarifverhandlungen hat Finanzminister Unland angeboten. Das reicht der GEW nicht. Sie will gemeinsam mit der dbb tarifunion einen Demografie-Tarifvertrag. 

GEW 2

DGB Bezirksvorsitzende Iris Kloppich sprach zu den streikenden Lehrerinnen und Lehrern am 14.11.2012 in Dresden. Birkigt

Und da die Landesregierung nach wie vor Tarifverhandlungen verweigert und den berechtigten Forderungen der sächsischen Lehrerschaft durch entsprechende Änderungen am Entwurf des Doppelhaushaltes des Freistaates keine Rechnung trägt, hat die GEW zu einer Warnstreikwoche aufgerufen. Auftakt war in Dresden. Im Volkshaus am Schützenplatz war schon morgens 8.00 Uhr Trubel beim Warnstreikfrühstück und beim Eintragen in die Streiklisten. Am 15.11. geht es in Chemnitz weiter und am 16.11. in Leipzig, Zwickau, Plauen, Bautzen und Görlitz. 

Um 10.30 Uhr fand dann in Dresden die Kundgebung statt, die selbstverständlich durch den DGB unterstützt wurde. Die Vorsitzende, Iris Kloppich, brachte es auf den Punkt: „Der Warnstreik für einen Demografie-Tarifvertrag ist das demokratische Recht der Lehrerinnen und Lehrer. Sie stehen mit ihren Forderungen auf dem Boden des Grundgesetzes.“

Solidarische Unterstützung gab es auch durch die IG BAU. „Den Waldarbeitern geht es genau wie euch.“ Mit dieser Aussage spielte Mirko Hawighorst, stellv. Regionalleiter, auf schlechte Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen an. Streikaktionen wie diese würden auch den anderen Branchen Mut machen. sb


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