Deutscher Gewerkschaftsbund

Ungleiches ungleich behandeln!

Zukunftsdialog Bildung

Brauchen wir für Schulen einen Sozialindex, um Bildungschancen gerechter zu verteilen?

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Das sächsische Bildungssystem ist für Politikerinnen und Politiker immer wieder ein Grund stolz zu sein. Viele Eltern sind jedoch überzeugt, dass der Lernerfolg ihrer Kinder wesentlich davon abhängt, in welchem Stadtviertel ihr Kind zur Schule geht. Bestimmte Schulen werden gemieden, weil Lehrkräfte die sozialen Probleme vor Ort nicht mehr bewältigen können. Obwohl Aus-gangsbedingungen und pädagogische Bedarfe ungleich verteilt sind, werden die Schulen in Sachsen nach dem Prinzip „Gießkanne“ gleich ausgestattet. So fühlen sich Schulen in sozialen Brennpunkten mit ihren besonderen Aufgaben oft alleingelassen. Hat es Sachsen als PISA-Sieger nötig, dass an bestimmten Schulen besonders viele Jugendliche keinen Abschluss erreichen und engagierte Lehrkräfte ausbrennen?


Die Stadt Dresden hat bereits vor einigen Jahren einen Sozialindex eingeführt, um Kindertagesstätten und Schulhorte mit beson-deren sozialen Aufgaben auch personell und finanziell besonders zu unterstützen. Wir denken, dass genauso Schulen entspre-chend ihrer Bedarfe ausgestattet werden sollten. Darüber möchten wir mit folgenden Gästen ins Gespräch kommen:


Hartmut Vorjohann, Beigeordneter für Jugend und Bildung der Stadt Dresden
Uschi Kruse, Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Sachsen
Torsten Köhler, Geschäftsführer Geschäftsbereich Bildung bei der IHK-Dresden
N.N., Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Elena Domingo, Lehrerin an der 145. Oberschule Dresden
Petra Herrmann, Fachberaterin im Bereich Hilfen zur Erziehung, VSP e.V.

Moderation:
Torsten Menzel, Teach First Deutschland

Veranstalter:
Bildungsgewerkschaft GEW-Sachsen, Referat Antidiskriminierung, Migration und Internationales; GEW-Bezirk Dresden
und DGB Bezirk Sachsen, Region Dresden- Oberes Elbtal

Ansprechpersonen:
Juri Haas (GEW) und André Schnabel (DGB)

Anmeldungen bitte bis 09. August unter dresden@dgb.de oder 0351-8633 415


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