Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01 - 13.01.2010
Dresden 13. Februar 2010

DGB begrüßt OB Orosz Aufruf

Die Gewerkschaften rufen zur Beteiligung an der Menschenkette in der Dresdner Innenstadt auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßt die Initiative der Dresdner Oberbürgermeisterin Orosz zur Durchführung einer Menschenkette von Bürgerinnen und Bürgern am 13. Februar diesen Jahres. Dieses Zeichen gegen die Vereinnahmung der Trauer durch Rechtsextreme ist für die Entwicklung der Stadt sehr wichtig. Seit Jahren wird in der sächsischen Landeshauptstadt der größte Neonazi-Aufmarsch in Europa zelebriert. Diesem Treiben muss endlich ein Ende gesetzt werden. 

DGB-Regionsvorsitzender Hron erklärte am Mittwoch in Dresden: „Wir Gewerkschaften arbeiten seit vielen Jahren daran, dass der braune Spuk in Sachsen und in Dresden aufhört. Zu einem würdigen Gedenken der Opfer des von Deutschland ausgehenden Krieges gehören die richtigen Schlussfolgerungen für die heutige Zeit. Deshalb muss jedem Versuch der Instrumentalisierung durch die NPD bürgerschaftliches Engagement für Demokratie entgegen gestellt werden. Dass wir nun endlich ein gemeinsames Vorgehen der Demokraten erreichen können, ist von entscheidender Bedeutung.“ 

Zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus der Region werden sich an der Menschenkette beteiligen. In Dresden gehen Nachfragen zur Beteiligung an den Aktionen aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Die Arbeitnehmerorganisationen rufen ihre Mitglieder dazu auf, sich an der Menschenkette in der Dresdner Innenstadt zu beteiligen. Außerdem unterstützen die Gewerkschaften alle Aktivitäten, die sich der rechtsextremen Gefahr in demokratischer Tradition entgegenstellen.


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