Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16 - 09.08.2012

Gleiche Chancen für alle gefordert!

DGB kritisiert die Ergebnisse des Bildungsberichtes für Dresden

Auch der Zusammenhang zwischen Entwicklungsauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen und sozialen Problemlagen der Eltern verstärkt sich offensichtlich immer mehr negativ. Hron erinnert daran: „Die künstliche Verknappung des Wohnraums bei gleichzeitigem Wachstum war in Dresden politisch gewollt. Mit dem Verkauf der Dresdner Wohnungsgesellschaft WOBA und dem gezielten Abriss von Neubauwohnungen hat sich die Wohnungsmarktlage für ärmere Menschen verschärft. Die dadurch entstehende soziale Segregation verschärft das Problem.“ Der DGB kritisiert diese Entwicklung: „Eigentlich hat das staatliche Bildungssystem aber genau den umgekehrten Anspruch, nämlich den Ausgleich von sozialen Unterschieden und die Herstellung gleicher Bildungschancen“, so Ralf Hron.

Eine Stadt wie Dresden lebt vor allem von hochqualifizierten Menschen, die die Zukunftschancen der Region durch gute Arbeit erhöhen. „Der Befund des Bildungsberichtes ist nicht hinnehmbar. Der beste Schutz gegen soziale Benachteiligung ist gut bezahlte Arbeit. Dazu muss vor allem etwas gegen Dumping auf dem Arbeitsmarkt getan werden. Zum Beispiel mit ordentlichen Tarifen.“ Der Bildungsbericht sollte aus Sicht des DGB Anlass sein, über die grundsätzlichen Schwerpunkte in der Kommune nachzudenken. „Die Stadt Dresden darf sich nicht nur mit der Herausbildung von Eliten schmücken, sondern muss gleiche Bildungschancen für alle ermöglichen“, so Hron abschließend.


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