Deutscher Gewerkschaftsbund

26.03.2019

Reden wir über Rente

Der Einstieg in den Zukunftsdialog bei uns in der Region.

Montagabend und Regen. Der DGB Dresden-Oberes Elbtal und der DGB-Bezirk Sachsen hatten gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Dresden zum Zukunftsdialog gerufen. Und 180 Menschen kamen, um zu reden. Über Rente. Unter ihnen waren diesmal schon mehr jüngere Leute als sonst. Das Thema brennt.

Schlimbach: Tarifbindung im Berufsleben sichert bessere Rente
"Die Jüngeren müssten sich noch viel stärker für das Thema interessieren, denn für diese Generationen ist es wichtig, heute die Weichen für eine gute und würdige Alterssicherung zu stellen", sagte Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach. Eine zukunftssichere Rente falle nicht vom Himmel, sagte der Gewerkschafter. Gute Renten seien vor allem das Ergebnis guter Einkommen während des Arbeitslebens. "Das heißt: Wer heute im Betrieb Tariflohn bekommt, ist später besser abgesichert. Tarifverträge gibt es aber nicht geschenkt, sie müssen erkämpft und dann immer wieder verteidigt werden", sagte Markus Schlimbach.

Schmachtenberg: Grundrente sichert würdigen Lebensabend
Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, plädierte für eine Grundrente ohne Bedarfsprüfung. Der Vorschlag von Bundesminister Hubertus Heil (SPD) garantiere vielen Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben den Zugang zu einer würdigen Altersversorgung und verhüte Altersarmut.

Köpping: Härtefall-Fonds für benachteiligte Rentengruppen
Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD), sagte, sie erkenne bei den Ostdeutschen eine neue Stärke, für ihre Interessen zu kämpfen. Es gebe 17 Rentengruppen, die sich durch das nach 1990 eingeführte Rentensystem gedemütigt fühlten. "Es ist ein sehr weites Feld, aber es ist sinnvoll, endlich einen Härtefall-Fonds einzurichten", sagte Köpping

Buntenbach: Gesetzliche Rente stärken
Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands, unterstrich, eine Stärkung der gesetzlichen Rente sei unabdingbar. Zugleich müsse die von Hubertus Heil vorgeschlagene Grundrente Realität werden. "Es geht hier um einen Anspruch, der nach 35 Jahren Arbeitsleben eingelöst wird, ohne Bedürftigkeitsprüfung", sagte Buntenbach. Es gehe um Gerechtigkeit. Stärker als in anderen Regionen der Bundesrepublik seien die Menschen in Ostdeutschland von Lücken in ihren Erwerbsbiografien, von Niedriglohnstrategien und unfreiwilliger Teilzeitarbeit betroffen - nachteilig für ihren Rentenanspruch.


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