Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2020

Der Tag der Arbeit 2020

"Mit Anstand Abstand halten!" lautet in diesem Jahr unsere Devise. Es gäbe wieder viele Themen und Gründe für Kundgebungen in unserem Land. Auch unsere Familienfeste in Dresden, Pirna und Riesa haben wir schweren Herzens abgesagt. Als Deutscher Gewerkschaftsbund wollen wir aber einen Beitrag dazu leisten, dass die Corona-Pandemie so langsam wie möglich voranschreitet.

Mit unseren breiten Angeboten im Netz, auf unseren Homepages und den sozialen Netzwerken fällt der Tag der Arbeit aber nicht aus. Neben dem Livestream auf der www.dgb.de/erstermai findet Ihr auch im Folgenden einige Beiträge zum Tag. Einige Kolleg*innen haben Euch ein paar Videobotschaften hinterlassen. Wir freuen uns u.a. sehr, dass die diesjährig geplante Hauptrednerin in Dresden, Kollegin Uschi Kruse, dazu gehört.   

Markus Schlimbach

Vorsitzender des DGB-Bezirk Sachsen

Uschi Kruse

Vorsitzende der GEW-Sachsen

Ines Leiteritz

Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der Stadt Dresden

André Schnabel

Regionsgeschäftsführer des DGB-Dresden Oberes Elbtal

Daniel Herold

Geschäftsführer des ver.di Bezirks SWOS

Norbert Winter

Sekretär bei der IG BCE Dresden-Chemnitz

 

Der 1.Mai in unserer Region findet im Normalfall auch in Pirna und Riesa statt. Wir freuen uns daher, dass es an dieser Stelle auch ein paar Grußbotschaften in Wort und Bild aus den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen gibt.

 

Anja Oehm, Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Sächsische Schweiz - Osterzgebirge und

Ralf Baldauf, stellvertretender Vorsitzender

 

PM des DGB-KV SOE: „Solidarisch ist man nicht alleine!“

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat der Deutsche Gewerkschaftsbund in diesem Jahr bundesweit alle Veranstaltungen abgesagt. So muss der DGB-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auch auf sein Familienfest in Pirna verzichten. „Solidarität heißt in diesem Jahr: Mit Anstand Abstand halten!“, so die Kreisvorsitzende Anja Oehm. „Das gab es so seit 1949 noch nie. Als Gewerkschafter*in nicht auf den Straßen und Plätzen präsent sein zu können, um für faire Tariflöhne und gute Arbeitsbedingungen zu streiten, ist bitter“, kommentiert sie die Situation weiter.

Und trotzdem findet der Tag der Arbeit 2020 statt - digital, in den sozialen Netzwerken, mit einer Live-Sendung am 1. Mai auf allen Kanälen des DGB, Homepage, Facebook etc. Regional wird das ganze ergänzt durch einen Beitrag und Videobotschaften auf dresden.dgb.de.

Gerade jetzt gäbe es allen Grund auf die Straße zu gehen. „Denn Corona hat wie nie zuvor offengelegt, wer diejenigen sind, die das Land am Laufen halten. Es sind die am schlechtesten bezahlten, die mit den härtesten Arbeitsbedingungen – und es sind in großer Überzahl Frauen! Wir wissen nicht, was noch kommt, aber der Wert der Arbeit – unser Thema – wird neu zu definieren sein. Und zwar nicht nur in Deutschland“, ist sich Anja Oehm sicher.

Ralf Baldauf, stellvertretender DGB-Kreisvorsitzender, ergänzt noch durch Beispiele, die den notwendigen Sinneswandel verdeutlichen:
Eine Mutter wollte ihr Kind in einem Edeka-Markt (2019) maßregeln. Dumm nur, dass sie dafür die Verkäuferin hinter der Fleischtheke beleidigte. Sinngemäß: „Wenn du weiter nichts für die Schule lernst, dann stehst du auch mal dort hinten!“
Es folgt eine Standpauke, die sich gewaschen hat: "Und solange Menschen wie Sie, mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn Ihnen zu erklären, das ein Meistertitel so viel Wert ist wie ein Studium, und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur."


Verkäufer*innen sind in der aktuellen Krise gerade eine der Beschäftigtengruppen, die plötzlich als systemrelevant gelten. Eine andere sind LKW-Fahrer*innen. „Die LKW – Fahrer die auf unseren Straßen aus halb Europa unterwegs sind, meist zu schlechten Bedingungen, hatten viele vor der Pandemie vergessen. Rastplätze / Duschplätze kaum ausreichend vorhanden. Fragen Sie mal nach dem Leben der Brummifahrer“, führt Ralf Baldauf aus. Die Produktion wurde immer weiter in Billiglohnländer transferiert und eine Lagerhaltung fand nur noch auf dem LKW statt.

„Ich hoffe die jetzigen Erkenntnisse halten nicht nur bis zum ersten Impfstoff. Wichtige Produktion und Tätigkeiten können nicht verlagert werden. Ich erwarte mehr Wertschätzung und Solidarität auch nach der Krise!“, schlussfolgert der Gewerkschafter.

 

 

Und auch unsere Kolleg*innen vom DGB-Kreisverband Meißen haben Botschaften hinterlassen:

MIchael Brunner Dietmar Damaschke und Beate Eichner

beate eichner

 

Weitere Grüße aus Meißen von Vorstandsmitgliedern: Beate Eichner (EVG), Michael Brunner (NGG), Silvana Ernst-Birkigt (ver.di) und Uwe Jahn (IG Metall)

und ein Extragruß von Susann Rüthrich, GEW-Mitglied und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) für die SPD 

 

Zu guter letzt noch ein Ausblick darauf, was uns und euch im nächsten Jahr wieder erwartet:


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15.04.2020

1. Mai: Alle Highlights unseres Livestreams

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16.03.2020

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