Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2011
Die Gewerkschaften im Bund

Starke Stimme für Arbeitnehmer

Der DGB ist ein politischer Interessenvertreter

Gewerkschaften haben einen umfassenden gesellschaftspolitischen Anspruch, der die Kernarbeit, die Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungen durch Tarifverträge, flankiert. Dabei unterstützen die Gewerkschaften die Betriebs- und Personalräte, qualifizieren diese und bilden im Netzwerk eine Solidargemeinschaft, die unabhängig von der einzelbetrieblichen Sichtweise die Interessen der Beschäftigten schützt. Branchen übergreifend arbeiten sie im Bund der Gewerkschaften, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen.  

Diese politische Arbeit ist im Sinne einer Einheitsgewerkschaft parteipolitisch übergreifend, aber keineswegs neutral. Sie nimmt die Interessen der Beschäftigten in den Fokus und versucht, eine solidarische Balance herzustellen. Die arbeitenden Menschen erhalten durch gewerkschaftliche Interessenvertretung die Unterstützung, die sie beim Ausgleich gegenüber den betriebswirtschaftlichen Interessen benötigen. Die übergreifende politische Arbeit des DGB geschieht zentral in den Politikfeldern:

Strukturpolitik

Beschäftigungspolitik

Arbeitsmarktpolitik

Frauen, Gleichstellungs- und Jugendpolitik

Rechtsextremismusbekämpfung


In diesen Politikfeldern finden regelmäßig Gespräche mit den Bürgermeistern der Kommunen Pirna, Herrn Markus Ulbig; Riesa, Frau Dr. Gerti Töpfer; Dresden, Frau Helmar Orosz; Heidenau, Herrn Michael Jacobs; Nünchritz, Herrn Udo Schmidt, sowie mit den Landräten von Riesa-Großenhain, Rainer Kutschke, der Sächsischen Schweiz, Michael Geisler und Bernd Greif vom Weißeritzkreis statt.

Zu etlichen politischen Fragen hielt der DGB mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen Kontakte und führte Gespräche. Vor allem die Arbeit in den kommunalpolitischen Gremien der Region, wie zum Beispiel dem Regionalen Planungsverband, wurde intensiviert. Dies ist Teil einer im Sinne der Beschäftigten angelegten gewerkschaftlichen Strukturpolitik. Zu ihr gehören Ansiedlungsfragen, Stadt- und Landentwicklung, Insolvenzvermeidung und -gestaltung, aber auch konkrete Fragen der Bildungspolitik.

Es ist sehr wichtig, dass neben einer finanzpolitischen, wirtschaftszentrierten oder verwaltungstechnischen Sichtweise der Probleme auch die Interessen der Beschäftigten und Arbeitslosen in den Prozess der politischen Gestaltung eingebracht werden. Um eine effektive gewerkschaftliche Interessenvertretung in unserer Region zu organisieren, wird die Teamarbeit unter den Regionsvorstandsmitgliedern, Geschäftsführern und weiteren gewerkschaftlichen Vertretern verbessert.

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gehören zahlreichen Gremien zu vielen unterschiedlichen politischen Themenfeldern an. In ihnen arbeiten Kolleginnen und Kollegen in unserer Region an der Gestaltung der politischen und wirtschaftlichen Prozesse mit. Diese Tätigkeit muss, will sie effektiv wirken, inhaltlich miteinander vernetzt, das heißt: abgestimmt und koordiniert werden. Auf diesem Wege befindet sich unsere DGB-Region, erste Erfolge wurden erzielt.

Mit den Arbeitsverwaltungen (AA) pflegt der DGB eine regelmäßige, teils intensive Zusammenarbeit. Gewerkschaftliche Vertreter arbeiten in den Verwaltungsausschüssen der Arbeitsämter Riesa, Dresden und Pirna mit. Unter Federführung von Kollegen Siegmar Richter (IG Metall) in Riesa, Ralf Hron in Dresden und Dirk Miller in Pirna arbeiten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an zahlreichen Problemstellungen. Mit den Direktoren Frau Dr. Gehricke in Riesa, Herrn Wünsche in Dresden und Herrn Hansen in Pirna verbindet den DGB in unserer Region eine gute und kooperative Zusammenarbeit. Dies drückt sich zum einen in der unmittelbaren Verwaltungsausschussarbeit aus und zum anderen in zahlreichen gegenseitigen Besuchen bei Veranstaltungen und in entsprechenden Fachausschüssen der Regionalpolitik. Gewerkschaften stehen für eine sinnvolle und sehr wichtige arbeitsmarktpolitische Steuerfunktion des Staates und der Versicherungsbeitragszahler ein. Die gute Zusammenarbeit ist auch Garant dafür, sie gegenüber Angriffen von entsprechender Seite zu schützen.

Regelmäßig gibt es im kommunalpolitischen Diskurs Treffen mit Vertretern der demokratischen Parteien und deren Funktionsträgern auf politischen Verwaltungsposten. Dieses Miteinander wird im Sinne einer Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestaltet. Für die Durchsetzung des gewerkschaftlichen Anspruchs auf gesellschaftliche Teilhabe ist dies ergänzend zur betrieblichen Arbeit wichtig und insbesondere Aufgabe des Dachverbandes (DGB).


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