Deutscher Gewerkschaftsbund

22.04.2016

DGB-Senioren führen Veranstaltung zum Thema Asyl durch

„Seit über 20 Jahren organisieren die Dresdner DGB-Senioren Veranstaltungen zu verschiedensten Themen. Ob Diskussionen mit Politikern anlässlich bevorstehender Wahlen oder Gedenkveranstaltungen wie im letzten Jahr zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, die Themenpalette ist breit“, beschreibt Horst Pfab, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates des DGB-Dresden, die Arbeit der letzten Jahre. Am 21. April widmete man sich nun dem aktuellen Thema der Asylpolitik.

Unter dem Titel „Asylpolitik … wie weiter?“ hatten sich die DGB-Senioren Fachverstand vom sächsischen Flüchtlingsrat eingeladen. Patrik Irmer beschrieb anschaulich die Spannbreite des Themas. Von den Grundsätzen des Asylbewerberleistungsgesetzes, den verschiedenen Formen der Unterbringung, der sozialen Betreuung bis hin zu den Themen Integration in Ausbildung und Arbeit sowie den kontroversen gesellschaftlichen Diskussionen inklusive zahlreicher rassistischer Übergriffe, reichte sein Vortrag. Die sich daran anschließende Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Erfahrungen mit Asylsuchenden auch im Kreis der Senioren sind, wie kontrovers auch hier die Auffassungen vertreten werden.

In seinem abschließenden Statement ergänzte André Schnabel, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Dresden, die bisherigen Inhalte und Diskussionen um ein paar Handlungsansätze der DGB-Gewerkschaften im Themenfeld Asyl, Flucht und Migration. „Um die Herausforderungen in Deutschland stemmen zu können, brauchen wir einen handlungsfähigen Staat. Der ist in den vergangenen Jahren kaputtgespart worden und die Auswirkungen werden nun wie durch einen Katalysator sehr deutlich. Hier gilt es umzusteuern. Das Geld dazu ist vorhanden, bzw. ist die Verteilungsfrage des Reichtums in unserer Gesellschaft aktueller als je zuvor“.


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