Deutscher Gewerkschaftsbund

26.05.2016

Warnstreik der GEW in Dresden

Schulen in Not

Am 26.05. kamen rund 350 Lehrerinnen und Lehrer aus Dresden und Freital für einen Warnstreik vor dem sächsischen Landtag zusammen. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) demonstrierten sie für einen adäquaten Eingruppierungstarifvertrags. Außerdem machten sie darauf aufmerksam, dass aktuell die Zukunftsfähigkeit des sächsischen Schulsystems stark gefährdet ist und es die Umsetzung des Sofortprogramms der GEW „Schulen in Not“ braucht.

 

„Fünf vor zwölf“ ging der Inhaltsteil der Kundgebung vor dem Landtag los. Dabei arbeitete die GEW Hand in Hand mit dem sächsischen Bauernverband, der in einer eigenen Kundgebung und einem Traktorentrack durch die Stadt auf die prekäre Situation der Milchbauern, auch in Sachsen aufmerksam machte. Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW-Sachsen überbrachte eine Solidaritätsadresse der anwesenden Kollegen und wünschte den Bauern viel Erfolg in ihrer Auseinandersetzung.

Unter den Rednern war auch der Vorsitzende des DGB-Dresden, André Schnabel, der die solidarischen Grüße des DGB und der anderen sieben Schwestergewerkschaften der GEW überbrachte. In seinem Statement brachte er zum Ausdruck, dass er die Gefahr sieht „dass ein personell schlecht ausgestattetes öffentliches Schulwesen, welches dann auch qualitativ schlecht funktioniert, am Ende zu einem weiteren Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit des Staates bzw. der Politik führen kann“. Außerdem forderte er Staatsministerin Kurth auf, sich bei der Novellierung des Schulgesetzes mehr Zeit zu lassen. „Die über 1.000 Vorschläge, die im Rahmen des Dialogprozesses eingegangen sind, dürfen nicht einfach ignoriert werden. Auch hier könnte die Glaubwürdigkeit der Politik zum Schluss Schaden nehmen“.

 

Nun sind Finanzminister Prof Dr. Unland und Kultusministerin Kurth am Zug, um die Gesprächsangebote der GEW anzunehmen. Sachsens Lehrer brauchen einen Eingruppierungstarifvertrag, der seinen Namen verdient, um die Situation an den Schulen spürbar zu verbessern und die Attraktivität des Lehrerberufs deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig braucht es weitergehende Reformen, um die Zukunftsfähigkeit des Schulsystems zu erhöhen, die die GEW in ihrem Sofortprogramm „Schulen in Not“ beschrieben hat.

 

http://www.gew-sachsen.de/schulenotappell/Schulen-in-Not.html

 

GEW-Warnstreik

scharschuch

GEW-Warnstreik

scharschuch

GEW-Warnstreik

scharschuch

GEW-Warnstreik

scharschuch


Nach oben