Deutscher Gewerkschaftsbund

04.11.2016

Der DGB wird 25!

Im Oktober 2016 jährte sich zum 25sten Mal die Gründung des DGB in der Region Dresden–Oberes Elbtal. Die Arbeit wurde natürlich bereits 1990 aufgenommen, aber die Gründungskonferenzen waren für die damaligen DGB-Kreise Riesa und Dresden im Oktober 1991. Der DGB hat dies zum Anlass genommen, um in einer Veranstaltung am 2. November 2016, im Volkshaus Dresden - nicht nur, aber besonders - an die bewegten Anfangsjahre zu erinnern. Kolleginnen und Kollegen, die damals aktiv waren und zum Teil auch heute noch aktiv für die Gewerkschaftsarbeit eintreten, sind dabei zu Wort gekommen. Da von Dresden aus auch schon immer Gewerkschaftspolitik für das Land gemacht wurde, sollte auch das eine Rolle spielen. Dafür haben wir uns ehemalige Partner aus der Politik und aus gemeinsamen Projekten eingeladen.

In den Jahren nach 1990 blieb sprichwörtlich kein Stein auf dem anderen. Ob in der Wirtschaft, im öffentlichen Dienst, im Schulwesen oder auch in der Politik - das „Alte“ wurde über Bord geworfen. In der Wirtschaft traten Probleme auf, deren Auswirkungen zum Teil noch bis heute in Ostdeutschland, Sachsen und auch vor Ort zu spüren sind. Gerade massenhafte Arbeitslosigkeit prägte die gesamten 90er Jahre und beeinflusste sehr stark gewerkschaftliches Handeln. Es musste unter allen Umständen verhindert werden, dass die Gesellschaft auseinanderbricht.

Trotz aller Veränderungen und daraus resultierender Probleme beschrieben dennoch viele Akteure die damalige Zeit als eine der Hoffnung und Zuversicht. So traten als Zeitzeugen in der „ersten Runde“ der Veranstaltung u.a. Hanjo Lucassen, ehemaliger Vorsitzender des DGB-Bezirks Sachsen; Hasso Düvel, ehemaliger Bezirksleiter der IG Metall Sachsen/IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen; Prof. Dr. Wolfgang Zeller, Staatssekretär a.D. im SMWA; Norbert Pietsch, ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Innovation und Arbeit Sachsen sowie Karl-Heinz Biesold, ehemaliger stellv. Vorsitzender ÖTV-Landesbezirk Sachsen, auf.

Der zweite Teil der Veranstaltung widmete sich den Herausforderungen Anfang der 90er Jahre in der Region, welche eindrucksvoll geschildert wurden von Michael Brunner, ehemaliger Vorsitzender des DGB-Kreises Riesa; Dietmar Hentschel, ehemaliger Betriebsrat der Feldschlösschen AG, NGG; Barbara Richter, ehemalige Personalrätin, Vorsitzende des GEW-Kreisverbandes Riesa-Meißen-Großenhain; Roland Ehrhardt, ehemaliger Vorsitzender des Sprecherrates der Gewerkschaften, später ÖTV/ver.di; Jürgen Schmidt, ehemaliger Bezirksgeschäftsführer der IG BSE/IG BAU Dresden; Uwe Jahn, Betriebsrat Schmiedewerke Gröditz GmbH, IG Metall.

André Schnabel, Geschäftsführer des DGB Dresden-Oberes Elbtal, betonte, „dass es wichtig ist, den Grundoptimismus bei den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der heutigen Zeit wieder stärker zu erwecken. Denn die anstehenden Veränderungen werden auch für Gewerkschaften nicht weniger herausfordernd sein, als es die der 90er Jahre waren. Und dafür braucht es heute wie damals viele aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die die Dinge mit Hoffnung und Zuversicht, dabei natürlich nicht unkritisch anpacken und im Interesse aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land voranbringen.“


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