Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2018

Der 1.Mai in Dresden und Pirna

Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit, unter diesem Motto standen in diesem Jahr die Veranstaltungen des DGB in der Region. Neben vielen Angeboten für Familien und viel Platz für geselliges Zusammensein, kam aber auch die Politik nicht zu kurz. In Dresden sprach neben dem Dresdner DGB-Vorsitzenden André Schnabel, der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen,  Olivier Höbel. In Pirna sprach neben der Kreisvorsitzenden des DGB, Anja Oehm die stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirk Sachsen, Anne Neuendorf. Hier finden Sie Statements und Impressionen.

 

Der Bezirksleiter der IG Metall, Olivier Höbel, forderte auf der Kundgebung in Dresden einen besseren Schutz von Betriebsräten: „Mitbestimmung ist erlebte Demokratie im Betrieb. Die verbrieften Rechte im Betriebsverfassungsgesetz und in den Mitbestimmungsgesetzen wurden in harten gesellschaftlichen Kämpfen erstritten. Generationen von Gewerkschaftern haben dafür gekämpft. Deshalb brauchen wir mehr Sicherheit für unsere Kolleginnen und Kollegen, die einen Betriebsrat gründen wollen“, so Höbel weiter. „Nur durch gelebte Mitbestimmung im Betrieb kann verhindert werden, dass Arbeitgeber das alleinige Verfügungsrecht und damit eine Herr-im-Haus- Mentalität umsetzen können. Die Behinderung von Betriebswahlen ist kein Kavaliersdelikt. Das Wahlrecht ist ein demokratisches Grundrecht, das geschützt werden muss. Wir fordern die Politik auf, die Strafvorschriften für die Behinderung von Betriebsratswahlen deutlich zu verschärfen.

 

Anne Neuendorf, Stellvertretende Vorsitzende, DGB-Bezirk Sachsen (Thomas Möckel, SZ-Pirna, 02.05.18): …“die Gewerkschaft feiere den Tag der Arbeit als Tag des Kampfes um gute Arbeit. Unter guter Arbeit versteht sie, dass Arbeitnehmer ein menschenwürdiges Einkommen haben, das ihnen das Leben sichert, ein Einkommen, das ein gutes Auskommen ermöglicht. Neuendorf ruft die Arbeitnehmer auf, sich untereinander zu solidarisieren. Gewerkschaften beizutreten und Betriebsräte zu gründen, um Tarifgehälter zu erstreiten. Zudem fordert die Gewerkschaftsfrau für Arbeitnehmer fünf bezahlte Tage im Jahr, um sich anständig weiterbilden zu können. „Darüber hinaus kämpfen wir für Solidarität statt gesellschaftlicher Spaltung und Ausgrenzung und zeigen klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte“, ergänzt DGB Kreischefin Anja Oehm.  

 


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