Deutscher Gewerkschaftsbund

22.09.2017

DGB beendet seine Rententour durch die Region

Bereits im letzten Herbst startete der DGB seine Kampagne „Rente muss reichen“. Das Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September bildete einen ersten Höhepunkt in dieser. Neben der öffentlichen Werbung, die bei uns in der Region über ein großes Banner am Dresdner Volkshaus und eine beklebte Straßenbahn, die noch bis Oktober im Einsatz sein wird, sichtbar wird, bildete besonders das direkte Gespräch mit den Menschen einen Schwerpunkt. Neben den Diskussionen in den Betrieben, gab es auch zwei zentrale Aktionstage, am 31. Mai und am 15. September, an denen sich Kolleginnen und Kollegen in unserer Region beteiligten.

Der vorläufige Höhepunkt war unsere kleine Rententour durch die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und natürlich Dresden, die gestern zu Ende ging. Mit dem Rentenmobil des DGB-Sachsen ging es quer durch die Region, um besonders am Rande von Wochenmärkten oder an anderen belebten Orten mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Bei einzelnen Terminen waren auch Bundestagskandidaten der Parteien Die Linke, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen dabei, um für ihre Positionen zu werben und auch den DGB zu unterstützen. Alle drei Parteien fordern unterschiedlich weitgehende Verbesserungen am heutigen Rentensystem.

„ Wir wollten mit diesem Format auch klar sagen, dass uns jede Einsicht in die Notwendigkeit von positiven Veränderungen lieber ist als die grundsätzliche Verweigerungshaltung der CDU, die aktuell überhaupt keinen Handlungsbedarf sieht“, resümiert André Schnabel, DGB-Regionsgeschäftsführer, zum Abschluss der Rententour. „In der aktuellen Situation sind bei uns in der Region 40% bis über 60% der heutigen Vollbeschäftigten von Altersarmut betroffen, also von Renten in der Grundsicherung oder knapp darüber. Wer diesen sozialen Sprengstoff nicht erkennt, der ist von unbeschreiblicher Ignoranz betroffen“, drückt Schnabel sein Unverständnis aus. „Unsere Gespräche  mit den Menschen haben gezeigt, dass beim Thema Rente eine hohe Sensibilität vorhanden ist. Allerdings nimmt diese mit dem Alter ab. Bei vielen jungen Menschen spielt das Thema keine Rolle bzw. herrscht erschreckend oft die Meinung, dass sie eh keine Rente mehr bekommen. Für die Akzeptanz des sogenannten Generationenvertrages ist dieses Ergebnis ein erschreckendes Alarmsignal“, so Schnabel abschließend.  

 


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