Deutscher Gewerkschaftsbund

03.05.2016

Zeit für mehr Solidarität

Viel erreicht und noch viel vor

Traditionell fanden auch in Dresden und Pirna Maifeiern am Sonntag statt. Bei bestem Sonnenschein kamen insgesamt ca. 1.500 Menschen zu den Veranstaltungen des DGB. In beiden Städten gab es einen Mix aus Politik, Musik, Spaß und Spiel und jede Menge guter Gespräche.

 

Dresden

 

Auf der Kundgebung sprachen neben dem Vorsitzenden des DGB-Dresden, André Schnabel auch der Regionalleiter der IG BAU für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Mirko Hawighorst und der stellvertretende Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig. Außerdem kamen noch der Betriebsratsvorsitzende von Clobalfoundries, Ralf Adam sowie ein Auszubildender von KBA Planeta zu Wort. Letzterer kommt aus Pakistan und lebt seit mehreren Jahren in Deutschland. Nach vielen Anstrengungen sich in Sachsen zurecht zu finden und die deutsche Sprache zu lernen, hat er eine Ausbildung bei dem Radebeuler Betrieb bekommen. Aktuell steht aber in Frage, ob der diese auch beenden kann, da er in seine Heimat abgeschoben werden soll. Ein Beispiel, das eindrücklich zeigt, welche Fallstricke für Asylbewerber in Deutschland aktuell noch lauern, trotz eigener Anstrengungen und Unterstützung aus der Wirtschaft.

Nach dem Kundgebungsteil gab es neben viel Lifemusik der Bands Halbstark 50hz, Offbeat Cooperative sowie Feeling D und dem Kinderprogramm Bumbalo auch weitere inhaltliche Angebote. Neben Workshops von Attac, ver.di und der GEW bot die Partei DIE LINKE einen Polittalk mit ihrer Bundesvorsitzenden Katja Kipping an. Spannender Inhalt war die neue europäische Bewegung DIEM25 (Democracy in Europe Movement 2025).

 

Pirna

 

Nach einer Zwangspause an den Elbwiesen im letzten Jahr war man in diesem Jahr wieder zurück am angestammten Veranstaltungsort. Auch hier wurde mit Politik gestartet. Neben dem Kreisvorsitzenden des DGB, Thomas Dißelmeyer, sprach als Hauptredner der Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Stefan Brangs. Unter Anderem betonte er die Bedeutung starker Gewerkschaften, funktionierender Mitbestimmungsstrukturen in den Betrieben und einem Ausbau der Wirkung von Tarifverträgen. Alle Punkte sind Teil der Strategie seines Ministeriums zur Verwirklichung von „Guter Arbeit“ in Sachsen.

Auch hier ging es nach der Kundgebung mit viel Musik und jeder Menge guter Gesprächen weiter.

 


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