Deutscher Gewerkschaftsbund

10.01.2017

Kampagnenstart in Dresden: DGB-Straßenbahn wirbt für Kurswechsel in der Rentenpolitik

von: A.Schnabel

„Rente muss reichen. Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!“ Unter diesem Slogan fährt ab Mitte nächster Woche eine Straßenbahn für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) durch Dresden. Der Zug wird bis zum September nächsten Jahres in der Stadt zu sehen sein. Dann ist Bundestagswahl – der DGB macht so darauf aufmerksam, worauf es bei der Rentenpolitik ankommt.

DGB-Stadtvorsitzender André Schnabel: „Wir wollen die gesetzliche Rente stärken. Als erstes muss dazu das Niveau der gesetzlichen Rente stabilisiert werden. Dies ist für uns die Grundlage für eine gute Alterssicherung. Unser gesetzliches Rentensystem ist dazu auch in der Lage. Die Politik muss allerdings dafür jetzt die Weichen richtig stellen. Weder ein höheres Renteneintrittsalter, noch mehr private Vorsorge können die Rentenfrage lösen. Eine sichere Altersversorgung bietet nur eine starke, solidarische, gesetzliche Rente. Darauf sollten die Leute achten, wenn sie im September ihre Stimme abgeben“.

Ver.di Bezirksgeschäftsführer Frank Fischer: „Die bisherige Rentenpolitik steuert erkennbar auf ein Desaster zu. Kurzfristig droht jedem dritten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Altersarmut und somit Bezug von Grundsicherung, also im Durchschnitt 774 Euro im Monat.

40 % der Beschäftigten haben in Deutschland keine Betriebsrenten. Private Altersvorsorge können sich die meisten Kolleginnen und Kollegen aufgrund von Niedriglohn/Teilzeit/prekärer Beschäftigung gar nicht leisten.

Deshalb ist die Talfahrt des Rentenniveaus zu stoppen.

Unsere Forderung lautet: Das gesetzliche Rentenniveau muss stabilisiert (47,7 %) und wieder angehoben werden.“


Nach oben