Deutscher Gewerkschaftsbund

23.06.2016
Leben im Alter in Würde?! - Rente muss zum Leben reichen!

Sächsischer Rentengipfel

Die Bedeutung, die dem vom DGB-Bezirk Sachsen durchgeführten Sächsischen Rentengipfel am 21. Juni 2016 mit ca. 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugemessen wurde, zeigt, dass das Thema Alterssicherung einen hohen Stellenwert bei den Mitgliedern der DGB-Gewerkschaften genießt. Dies betonte Anrdré Schnabel, Regionsgeschäftsführer des DGB Dresden-Oberes Elbtal, zu Beginn der Veranstaltung im art’otel Dresden. Viele Menschen fürchten im Alter nicht mehr über die Runden zu kommen. Deshalb fordern DGB und Gewerkschaften mit Nachdruck vor der Bundestagswahl 2017 ein Kehrtwende in der Rentenpolitik und eine Alterssicherung, die den Lebensstandard sichert.

Vor „millionenfach drohender Altersarmut“ warnte der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske. Es könne nicht sein, dass Menschen nach 40 Beitragsjahren mit einer Rente dastünden, die unter der Grundsicherung liege. Ein 1964 geborener Babyboomer, der 2012 über ein Bruttoeinkommen von 2500 Euro verfügt habe, kann nach 40 Beitragsjahren mit einer gesetzlichen Rente von 786 Euro rechnen. „Die Dramatik liegt darin, dass 2012 ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland weniger als 2500 Euro brutto im Monat verdient hat.“ Weil es um die Frage geht, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen, muss die soziale Frage in den Mittelpunkt gerückt werden.

Frank Bsirske kündigte eine gemeinsame Rentenkampagne des DGB und der Gewerkschaften an, die ab September d.J. losgetreten wird. Die wichtigsten Forderungen werden sein:

- Gesetzliche Rente stärken;

- Solidarisch finanzieren;

- Betriebsrente für alle;

- Flexible Übergänge schaffen.

Frank Bsirske

Frank Bsirske g. eichner

Iris Gleicke, Bundesbesauftragte für die neuen Bundesländer

Iris Gleicke, Bundesbeauftragte für die neuen Bundesländer g. eichner


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