Deutscher Gewerkschaftsbund

13.04.2016

DGB-Dresden bekräftigt sein Nein zu geöffneten Geschäften an Sonntagen

Anlässlich der Stadtratssitzung am Donnerstag äußert sich der Vorsitzende des DGB-Dresden kritisch zum Vorschlag des Oberbürgermeisters zur Öffnung von Geschäften an drei Sonntagen im Jahr.

„Dresden braucht keine stadtweit geöffneten Geschäfte an Sonntagen“, bringt André Schnabel vom DGB-Dresden die Haltung der Gewerkschaften auf den Punkt. „Es ist weder im Interesse der Mehrheit der Beschäftigten noch in dem der vielen kleinen Einzelhändler. Erstere müssen bereits Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend zwischen teilweise 7.00 Uhr und 22.00 Uhr schultern. Da sind die meisten Menschen froh, wenn der Sonntag arbeitsfrei ist und mit der Familie verbracht werden kann“, so Schnabel.

„Auch die vielen kleinen Einzelhändler mit wenigen Beschäftigten geraten eher unter Druck, als es ihnen hilft. Wenn alle anderen Geschäfte öffnen, besonders die Filialen der großen Handelsketten, tun sie das notgedrungen auch, ohne, dass es sich für sie rechnet“, gibt der Gewerkschafter zu bedenken.

„Mich wundert es auch immer wieder, mit welchem Image die Stadt Dresden für sich werben will. Wollen wir nun eine Kulturstadt oder ein großes Einkaufszentrum sein? Als Kulturstadt könnten wir gerade damit werben, dass am Sonntag die Läden geschlossen sind und Ruhe und Gelassenheit in Dresden herrscht. Gerade das würde uns von anderen Städten abheben“, ist sich Schnabel sicher.

„Bei allen Vorschlägen, die jetzt auf dem Tisch liegen, ist uns der von rot-grün-rot noch am sympathischsten. Wobei wir uns hier auch gewünscht hätten, dass sie bei ihrer grundsätzlichen Haltung geblieben wären. Drei Sonntage oder mehr stadtweit sind aber indiskutabel“, erklärt der DGB-Vorsitzende abschließend.


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