Deutscher Gewerkschaftsbund

17.04.2018

Veranstaltung - Ein Stück mehr Rentengerechtigkeit

Aufarbeitung der Nachwendezeit

Am 11. April 2018 folgten weit über 100 Interessierte und Betroffene der Einladung des DGB Stadtverbandes Dresden in Kooperation mit ARBEIT UND LEBEN Sachsen zur Veranstaltung "Ein Stück mehr Rentengerechtigkeit - Aufarbeitung der Nachwendezeit" im Dresdner Volkshaus.

Mit einleitenden Worten eröffnete André Schnabel in seiner Funktion als Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Dresden die Tagung. Danach übernahm Dietmar Polster (Sprecher des EVG-Landesverbandes Sachsen Senioren) die Moderation.

Im Ergebnis der letzten Bundestagswahl fragen sich viele Menschen, wie die Wahlergebnisse zu erklären sind. Ein besonderer Fokus liegt hierbau auf den ostdeutschen bzw. sächsischen Wähler/innen. Und so muss es auch nachdenklich stimmen, wenn sich laut einer SZ-Umfrage 2/3 aller Sachsen als Bürger zweiter Klasse fühlen. Staatsministerin Köpping sprach in diesem Zusammenhang von "einer völligen Entwertung ostdeutscher Identität nach dem Ende der DDR" und "zudem fühle sich die Aufbaugeneration heute um die Anerkennung betrogen, wenn sie auf ihren Rentenbescheid schauen.

Letzteres steht für einige Tausend Betroffene auch im Zusammenhang mit der Problematik fehlender Regelungen im Einigungsvertrag zum Thema "Zusatzrenten" für 17 Berufs- und Personengruppen, d.h. von den Balletttänzer/innen über die Bergleute aus Borna und Schwarze Pumpe, den Krankenschwestern, den Reichsbahner/innen, der technischen Intelligenz bis zu den in der DDR geschiedenen Frauen.

Frau Staatsministerin Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration) stellte in einem Impulsreferat die Problematik aus ihrer Sicht dar und sicherte in einer offenen Gesprächsrunde auch weiterhin ihre intensive Unterstützung in der Politik zu.

Margit Wolf vom Verein in der DDR geschiedener Frauen, Dr. Klaus-Dieter Weißenborn, Verein der technischen Intelligenz "Chemiker und Naturwissenschaftler" in der DDR und Dipl. Ing. Volkmar Hornfischer, Interessengemeinschaft Deutsche Reichsbahn "IGDR" bereicherten mit ihren interessanten Redebeiträgen die Veranstaltung.

 

Rentengerechtigkeit

Eröffnung der Veranstaltung durch André Schnabel (Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Dresden) AWerner

Rentengerechtigkeit

Staatsministerin Petra Köpping (Staatsministerium für Gleichstellung und Integration), Margit Wolf (Verein in der DDR geschiedener Frauen), Dr. Klaus-Dieter Weißenborn (Seniorenbeirat Stadt Halle, Verein der technischen Intelligenz "Chemiker und Naturwissenschaftler" in der DDR) und Volkmar Hornfischer (Interessengemeinschaft Deutsche Reichsbahn) (v.l.n.r.) AWerner

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AWerner


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