Deutscher Gewerkschaftsbund

Dresden 13. Februar 1945

Interview

Dresden Nazifrei

Gewerkschaften alle friedlichen Proteste

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Planungen Dresden stellt sich quer am 19. Februar 2011 auf Hochtouren

Auch dieses Jahr unterstützen die Gewerkschaften alle friedlichen Proteste gegen die geplanten Provokationen von Alt- und Neonazis im Umfeld des Gedenkens zum 13. Febraur. Dresden Nazifrei organisiert in einem großen Bündnis Proteste gegen einen Naziaufmarsch. Der DGB Dresden führte mit Jan Duscheck von der  ver.di Jugend  wieder ein aktuelles Interview.

Alle Informationen zum Bündnis "Dresden Nazifrei - Dresden stellt sich quer" gibt es fortlaufend auf dessen Internetseite. Wir informieren regelmäßig über Neuigkeiten.

Frage: Wie bewertet ver.di die Aktivitäten von „Dresden Nazifrei“ im Jahr 2010 in Dresden?

ver.di bewertet die Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch und die Zusammenarbeit mit den Bündnispartnern als sehr erfolgreich. Was viele Menschen im Vorfeld nicht für möglich hielten, ist mit dem Bündnis „Dresden-Nazifrei“ gelungen: Den europaweit größten Naziaufmarsch durch das entschlossene Handeln von über 10.000 Menschen zu verhindern. Eine wichtige Voraussetzung dafür war der gemeinsame Aktionskonsens und die Transparenz im Vorfeld. Wir haben als Bündnis von Anfang an deutlich gesagt, dass wir entschlossen sind, den Naziaufmarsch mit Mitteln des Zivilen Ungehorsams zu verhindern, haben aber auch immer darauf hingewiesen, dass von uns keine Eskalation ausgehen wird. Diese Klarheit war ein entscheidender Faktor dafür, dass sich so viele Menschen auf diese Aktionsform einlassen konnten.

Besonders möchten wir auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den verschiedenen Antifagruppen, wie z. B.  dem AK Antifa Dresden, der Antifaschistischen Linken Berlin oder Avanti, die im Bündnis „No Pasaran!“ zusammenarbeiten, und natürlich auch mit all den anderen Initiativen und Organisationen im Bündnis hervorheben.  Auch in vielen anderen Städten hat sich ver.di in den letzten Monaten an ähnlichen Blockadenbündnissen beteiligt. In der ver.di Jugend findet es darüber hinaus eine Diskussion statt, inwieweit dieses Mittel des Zivilen Ungehorsams auch auf andere Proteste übertragen werden kann.

 Frage: Welche Planung gibt es für dieses Jahr?

 Wie im Bündnis angekündigt werden wir unsere Massenblockaden für den Tag bewerben, an dem die Nazis ihr zentrales Event planen. Dies wird dieses Jahr am 19.2. sein. Für diesen Tag mobilisieren wir bundesweit.

Für den 13. Februar rufen wir natürlich mit dazu auf, dass regionale Strukturen sich an vielfältigen kreativen Aktionen in Dresden beteiligen, da die Nazis abends einen Fackelmarsch planen. Im Moment beteiligt sich insbesondere die ver.di Jugend an den Vorbereitungen für erneute Massenblockaden nach dem Vorbild von 2010. Wir wollen dieses Jahr noch viel mehr Menschen zu unseren Blockaden mobilisieren und sind sehr zuversichtlich, dass uns das auch gelingen wird: Viele Menschen die sich im Februar 2010 vielleicht noch unsicher waren oder sich nicht getraut haben zu blockieren, konnten sich in den letzten Monaten an den erfolgreichen Blockaden in Dresden, Berlin und vielen weiteren Städten davon überzeugen, dass dieses Konzept ein effektives Mittel zur Verhinderung von Naziaufmärschen ist. 

Wir werden natürlich wieder bundesweit mobilisieren, setzen aber vor allem auch auf eine breite Beteiligung von Dresdnerinnen und Dresdnern.

Innerhalb kürzester Zeit unterzeichneten über 200 Gruppen und mehr als 600 Einzelpersonen den Aufruf des Bündnisses. Darunter sind etliche Prominente aus Kultur und Politik, wie die Band „Die toten Hosen“, Bundestagsvize-präsident Wolfgang Thierse und der MTV-Moderator Markus Kavka. Diese Entwicklung zeigt auch, dass sich das Bündnis bundesweit als Akteur etabliert hat. 

Fortlaufende Informationen bitte unter: www.dresden-nazifrei.com


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